Der verwirklichte Mensch hat kein Karma mehr

F: Der verwirklichte Mensch hat kein Karma mehr. Karma bindet ihn nicht. Warum sollte er dennoch im Körper verbleiben?

A: Wer stellt diese Frage, der Verwirklichte oder der Ajnani? Was kümmert es Sie, was der Jnani tut oder warum er etwas tut? Kümmern Sie sich um sich selbst. Sie meinen jetzt, der Körper zu sein, und glauben deshalb, dass auch der Jnani einen Körper besitzt. Sagt der Jnani, dass er einen Körper besitzt? Für Sie scheint es so zu sein, und es sieht so aus, als täte er Dinge mit dem Körper wie alle anderen, aber er weiß, dass er körperlos ist.

Ein verbranntes Seil sieht noch aus wie ein Seil, aber Sie können damit nichts mehr binden. So ist es mit dem Jnani. Er mag wie andere Menschen aussehen, aber das ist nur der äußere Schein. Solange man mit dem Körper identifiziert ist, ist das schwer zu verstehen. Deshalb werden solche Fragen mitunter folgendermaßen beantwortet: «Der Körper des Jnani dauert, bis sein Prarabdha abgearbeitet ist, und fällt ab, wenn sein Prarabdha sich erschöpft hat.» Als Beispiel dient gelegentlich der bereits abgeschossene Pfeil, der weiterfliegt, bis sein Ziel erreicht ist. Aber die Wahrheit ist, dass der Jnani jedes Karma, einschließlich des Prarabdha, überwunden hat. Er ist nicht an den Körper und seine Karmas gebunden.

Nicht ein Fünkchen von Prarabdha existiert für den, der ständig im Raum des absoluten Bewusstseins verbleibt, das ständig als «Ich bin» leuchtet und das ohne Begrenzung alles durchdringt. Nur das ist die Bedeutung des alten Ausspruchs: «Es gibt kein Schicksal für den, der den Himmel erreicht oder erfahren hat.»

F: Wenn etwas auf mich zukommt, ohne dass ich es geplant oder dafür gearbeitet habe, und ich genieße es, wird es dann schlechte Konsequenzen für mich haben?

A: So ist das nicht. Jede Handlung hat ihre Konsequenzen. Wenn durch Prarabdha etwas auf Sie zukommt, können Sie es nicht ändern. Wenn Sie es ohne Verhaftung und ohne Verlangen nach mehr annehmen, wird es nicht zu weiteren Geburten führen. Wenn Sie es aber andererseits mit großer Verhaftung genießen und noch mehr davon haben wollen, führt das zu weiteren Geburten.

F: Nach Auffassung der Astrologie kann man durch den Einfluss der Sterne über kommende Ereignisse Vorhersagen machen. Stimmt das?

A: Solange Sie Ego-Bewusstsein haben, stimmt es. Wenn Ihr Ego verschwunden ist, stimmt es überhaupt nicht.

F: Heißt das, dass Astrologie für diejenigen, die ihr Ego überwunden haben, nicht stimmt?

A: Wer ist dann noch da, der sagen könnte, dass sie nicht stimmt? Sehen gibt es nur, wenn jemand da ist, der sieht. Die ihr Ego überwunden haben, scheinen zu sehen, sehen aber in Wirklichkeit nicht.

Schicksal ist das Ergebnis früherer Handlungen. Es betrifft den Körper. Lassen Sie den Körper handeln, wie es ihm passt. Was kümmert es Sie? Warum schenken Sie ihm Beachtung? Wenn etwas geschieht, ist es das Ergebnis früherer Handlungen, des göttlichen Willens und anderer Faktoren.

F: Die Gegenwart wird durch das vergangene Karma bestimmt. Können wir dieses Karma jetzt durch Willensentscheidung überwinden?

A: Stellen Sie fest, was Gegenwart ist. Wenn Sie das tun, werden Sie sehen, was Vergangenheit und Zukunft hat oder davon berührt wird, was stets gegenwärtig und frei ist, und was von Vergangenheit und Zukunft und von vergangenem Karma unberührt bleibt.

F: Gibt es so etwas wie Willensfreiheit?

A: Wessen Wille ist es? Solange es die Vorstellung gibt, der Handelnde zu sein, ist auch Vergnügen und individueller Wille vorhanden. Geht diese Vorstellung durch Übung von Vichara verloren, geschieht der Wille Gottes und lenkt die Ereignisse. Schicksal wird durch Jnana, Selbsterkenntnis, überwunden, das jenseits von Wille und Schicksal ist.

F: Ich kann begreifen, dass die herausragenden Eigenheiten des menschlichen Lebens wie Heimat, Nationalität, Familie, Beruf, Heirat, Tod usw. vom Karma vorbestimmt sind. Aber kann es stimmen, dass alle Einzelheiten des Lebens bis in die kleinsten Kleinigkeiten bereits festliegen? Ich lege jetzt zum Beispiel diesen Fächer in meiner Hand auf den Boden. Kann es sein, dass bereits festgelegt war, dass ich an diesem Tag, zu dieser Stunde den Fächer hier niederlegen würde?

A: Gewiss. Was dieser Körper tun wird und welche Erfahrungen er machen muss, war bereits festgelegt, als er in Erscheinung trat.

F: Wie steht es dann mit der Freiheit des Menschen und seiner Verantwortung für sein Tun?

A: Die einzige Freiheit, die der Mensch besitzt, ist das Ringen um Jnana, das ihm hilft, seine Identifizierung mit dem Körper loszuwerden.

aus einem Interview mit Shri Ramana Maharshi

1 Kommentar Januar 8, 2009

No Karma left

Now you all know that you have no karmas left. It’s all finished. And now you are beautiful new people. The blossoming time has brought you as fruits now. So don’t pay attention to yourself, to your maladies, and to your troubles, and things will definitely improve!

von Shri Mataji Nirmala Devi

Add a comment September 2, 2007

Erwartungen

Ihr glaubt an einen allgegenwärtigen, allmächtigen, alles durchdringenden Gott und nehmt an, dass Er in jedem Atom ist. Daraus folgt jedoch auch, dass Gott auch eure Wünsche und Bedürfnisse genau kennen muss. Ist die erste Behauptung wahr, muss es auch die zweite sein. Daher müssen all jene, die erkennen dass Gott allmächtig und alles durchdringend ist, auch akzeptieren, dass Gott allwissend und sich folglich all ihrer Probleme bewusst ist.

Trotz dieser Tatsache nähern wir uns Gott stets mit bestimmten Hoffnungen oder Erwartungen verschiedenster Art. Meist sind diese Wünsche egozentrisch oder betreffen Menschen oder Verwandte, an denen man hängt. Ihr bittet Gott um Hilfe oder betet, dass Er euch in beruflichen Angelegenheiten helfen oder eure Nächsten unterstützen soll usw. Wenn ihr auf diese Weise, mit diesem Gedankenmuster vorgeht, werdet ihr jedoch meistens eine Enttäuschung erleben. Würde man das Ganze mathematisch ausdrücken wollen, könnte man eure Hoffnungen mit dem Buchstaben A und das was herauskommt z.B. mit B bezeichnen. Die Rechnung würde dann wie folgt lauten: A minus B = eure Enttäuschung. Meist werdet ihr dann irgendjemand dafür verantwortlich machen wollen. Pessimisten werden es vielleicht auf ihr Pech schieben und sich selbst verfluchen, da sie meinen, dass sie Gottes Gunst nicht würdig seien. Optimisten werden hingegen vielleicht Gott selbst die Schuld geben und meinen, dass dieser Gott nicht gut sei und sie sich irgendeinem anderen Gott zuwenden sollten. Auf diese Weise wechseln sie von einem Gott zum nächsten. Da ihnen die Enttäuschungen jedoch trotzdem auf den Fersen bleiben wird, könnten sie sich in letzter Konsequenz ganz von Gott abwenden und Atheisten werden. Nehmen wir jetzt einmal an, dass ihr zu Gott geht ohne irgendetwas zu erwarten oder insgeheim zu hoffen. In unserer Rechung müsste man diese Haltung dann mit 0 bezeichnen. Als Gegenwert nehmen wir wieder B. Die Rechnung lautet daher: B minus 0 = B; das ist in jedem Fall ein Plus.

Ihr solltet also zwischen euren Hoffnungen und Wünschen und dem reinen Wunsch gut unterscheiden. Der reine Wunsch meint immer das Gute für den anderen zu wollen, was euch berechtigt, dem Göttlichen reine Wünsche zu übermitteln. Einmal fuhr ich mit Shri Mataji von Sydney nach Canberra. Es war extrem heiß und die Klimaanlage funktionierte nicht richtig. Shri Mataji schwitzte und ich versuchte Ihr etwas Kühlung zu verschaffen, indem ich eine Zeitung als Fächer benutzte. Die Hitze schien uns zu erdrücken und irgendwie dachte ich, dass das Wetter meiner Schwester eine Ruhepause gönnen solle. Als wenn Sie meine Gedanken gelesen hätte, fragte Sie mich plötzlich, woran ich denke. Ich antwortete, dass ich es kaum ertragen könne, Sie unter dieser Hitze leiden zu sehen. Shri Mataji sagte, dass ich nur einen reinen Wunsch formulieren müsse, um eine Wetteränderung herbeizuführen. Ich schloss daraufhin meine Augen und wünschte mir, dass sich das Wetter ändern solle. Daraufhin zogen innerhalb von nur fünf Minuten wie aus dem Nichts dunkle Wolken auf. Es begann zu regnen und die große Hitze verebbte. Shri Mataji sagte: „Siehe! Wenn du einen reinen Wunsch hast, wird er immer erfüllt werden.“

Um nochmals auf die Erwartungshaltung zurückkommen, möchte ich euch daran erinnern, dass ihr euch sicher sein könnt, dass ihr ins Königreich Gottes eingetreten seid, wenn ihr infolge der Selbstverwirklichung mit eurer eigenen Göttlichen verbunden seid. Damit gehört ihr zu Gottes Untertanen, wodurch Er auch verpflichtet ist, auf euch aufzupassen, unabhängig davon, was ihr von Ihm erwartet oder erhofft.

von Babamama

Add a comment Juli 21, 2007

Das Ende der Schuldgefühle

Ein Teufelskreis sind auch die Schuldgefühle. Wenn die linke Energieseite (die Vergangenheit) in einem stärker als die Mitte ist, dann indentifiziert man sich oft mit der Vergangenheit und man gibt sich oft selbst die Schuld von Fehlern. Dieses Verhaltensmuster prägt uns Menschen besonders im katholischen Umfeld.

Eure Schuldgefühle sind das Resultat eurer Konditionierungen, die ihr im Ego und im Superego angesammelt habt. Sagt euch, dass nicht ihr den Fehler gemacht habt, sondern euer Ego. Sagt euch: „Ich bin nicht schuldig.“ Dabei ist es völlig gleich, was ihr getan habt oder welches Chakra blokiert ist. Ihr müsst es einfach in Ordnung bringen. Verurteilt euch nicht. Seid das Selbst. Die beste Methode, dies zu tun, ist zu verzeihen. Das wird euer Agnya (Stirnzentrum) öffnen. Bittet Gott demütig um Vergebung, dadurch wird eure Aufmerksamkeit wieder zu eurem Herzen zurückkehren. Würde und Gelassenheit wird in euch einkehren, wenn ihr erkennt, dass ihr im Grunde das Selbst seid.“

von Shri Mataji Nirmala Devi

Add a comment Januar 29, 2007

Die Nutzlosigkeit des Wissens über das Karma

Wozu die Formen des Körpers verändern, wozu in die Zukunft sich versetzen oder Vergangenes wieder heraufbeschören? Was hilft dies, wenn die Einheit mit dem formlosen Gott jenseits der Form und der Zeit und des Ortes liegt. Wie Sand und Geröll am Ufer des Ganges sind diese Kräfte. Der heilige Fluß weiß nichts von ihnen. Er kennt nur die Sehnsucht nach der Unendlichkeit des Meeres.

von Shri Janadeva

Add a comment Januar 24, 2007

Karma im Volksmund

Wie ma in Wald eine ruft, so kommt’s aussi.

(Wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es zurück)

 von www.brotherwind.de

Add a comment Januar 17, 2007

Eine Geschichte

Zwei Jahre später erweckte ich bei einer Chinesin die Kundalini.

„Da hat Gott mir aber ein großes Geschenk gemacht, jetzt habe ich kein Karma mehr.“ sagte sie ganz glücklich.

Sie war der erste Mensch seit 16 Jahren, der das wusste. Es stellte sich heraus, dass sie in einem Kloster lebt und dort ihr Meister ihr das gelehrt hat.

Das stimmt, wenn bei einem Menschen die Kundalini aufsteigt, ist sein Karma gelöscht; aber sein Charakter bleibt, ihm kann der Mensch nicht ausweichen.
Will er jetzt die Wahrheit erfassen, muss er durch sich selbst hindurch. Es gibt keinen Umweg an sich vorbei. Allerdings ist es jetzt um vieles einfacher, denn dazu hat er mehrere Hilfen.

Zu allererst die Kundalini. Sie ist der reinste Quell im ganzen Weltenall. Dann noch die heiligen Aspekte in den Chakras und dann spürt dieser Mensch mögliche Störungen seiner Chakras auf den Fingern.

 aus www.brotherwind.de

Add a comment Januar 17, 2007

Ein Yogi ist frei von Karma

Die Leute sind jetzt so weit in Sahaja Yoga – vielleicht aufgrund ihrer Tiefe oder wegen ihrer Suche, oder was es auch ist – aber dieses Hamsa Chakra macht die großartigsten Dinge, wobei ich mir nicht klar darüber bin, ob ihr euch dessen bewusst seid oder nicht,: was auch euer Karma ist, es ist beendet. Ihr seid nicht verantwortlich für die Karmas eurer Ahnen, für die Karmas eures Landes oder für eure eigenen persönlichen Karmas. Was ihr auch immer Falsches getan habt, es ist beendet, so als wäret ihr abgeschnitten von eurer Vergangenheit, vollkommen. Wenn dies einmal etabliert ist, dann berühren euch alle Fehler nicht mehr, alle falschen Taten ‚ nicht nur eure eigenen, sondern auch von euren Ahnen, von euren Verwandten, von eurem Land, von dieser Welt, all dass berührt euch nicht, ihr seid davon abgeschnitten. Und in diesem „Krita Yuga“ in dem dieses Brahmachaitanya versucht, alles zu enthüllen und Leute für ihre vergangenen Karmas zu bestrafen, auch kollektiv, auch ganze Länder, wird es nicht fähig sein, euch auch nur zu berühren, weil das Licht dieses Zentrums extrem mächtig ist und ihr werdet erlöst werden von all den Ängsten was ihr auch getan habt vorher. Ihr seid einfach schön wie Lotusse, die aus der Maya heraus gekommen sind und ihr strahlt einen wunderschönen Duft auf der ganzen Welt aus!

von Shri Mataji Nirmala Devi (Hamsa Chakra Puja 1992)

Add a comment Oktober 12, 2006

Das Missverständnis zwischen Karma und Neigungen

Das ganze Missverständnis ist nur deswegen entstanden weil man gemeint hat dass Altlasten was mit Karma zu tun haben. Wenn die Kundalini aufsteigt ist das Karma vorbei.  Die Neigungen, der Charakter und die Familie bleiben, sie lösen sich nicht in Luft auf. Aber wenn dir die Kundalini aufsteigt dann bist du in der Adi Shakti drinnen. Von diesem Punkt an bist du mit der Adi Shakti verbunden. Die große Mutter beginnt dich zu führen, zu leiten und zu korrigieren, und sie sagt dir auch wie du dich korrigieren kannst um die Altlast – nicht Karma, sondern Altlast – loszuwerden. Wenn du einen kühlen Hauch über dem Scheitel bzw. über den Händen spürst, so ist das das Zeichen, das die Kundalini (Reflexion der Adi Shakti) in dir erweckt ist.  

von Elias der Poet

Add a comment Oktober 1, 2006

Das Zeitalter ohne Karma

Ist die Kundalini aufgestiegen, dann ist das Karma für immer vorbei.

…übrig bleiben Errinerungen, Bindungen oder Neigungen, aber kein Karma.

Add a comment Oktober 1, 2006

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